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Galil SAR, AR, ARM, Scharfschützenmodell / Seite 2
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In dem Krieg gegen Ägypten, Jordanien und Syrien ab Juni 67 verwendeten die israelischen Streitkräfte das FN FAL und deren Versionen. In Berichten von Militärs stand, daß das FAL eine nicht geeignete Waffe darstellte. Ladehemmungen, verkehrt eingestellte Gasdüsen und auch defekte Magazine zählten zu den Problemen mit dem FAL. Größtenteils war das auf den überall vorhandenen Sand zurückzuführen. Ebenfalls erwähnten sie die einwandfrei funktionierende Waffen Modell AK 47 und AKMS, die unter allen schweren Bedingungen keine Probleme zeigten. Bei der Entwicklung eines neuen Sturmgewehrs für die israelischen Streitkräfte sollten diese Waffen als Maßstab dienen.
Entwickelt wurde das neue Gewehr in dem Kaliber 5,56x45, eines der größten Unterschiede zu den AK Modellen. Der Konstrukteur "Isreal Galili" war der Leitende des Projektes, das unter Aufsicht des stellvertretenden Generalinspekteur IMIs in Tel Aviv stand. Schon 1968 begannen die ersten Truppenversuche des neuen Gewehrs. 1973 wurde dann offiziell das das nach dem Konstrukteur benannte Gewehr in die Truppe eingeführt. Nur eine lMG Version des alten FALs blieb in der Truppe. Die Uzi MPi wollten sie Anfangs auch ausmustern, änderten jedoch noch ihre Meinung und behielten sie bei. Die ersten Gewehre die von IMI hergestellt wurden waren ausschließlich Versionen in 5,56x45. Erst Anfang der Achtziger stellte IMI Modelle in 7,62x51 vor, die für den Export vorgesehen waren.
Folgende Modelle: SAR = Short Assault Rifle, AR = Assault Rifle und ARM = Assault Rifle Maschinegun. Das ARM ist eine Ausführung mit anklappbaren Zweibein und Tragegriff und wird als Schnellfeuergewehr und lMG verwendet. Eine gewichtsoptimierte Version, ohne Zweibein und Tragegriff stellt das AR Modell dar. Das SAR ist das gekürzte Karabiner Modell.
Alle Modelle sind mit rechts oder links anklappbaren Schulterstützen ausgestattet. Diese Schulterstützen können gegen Holz- oder Plastkolben ausgetauscht werden. Das anklappbare Zweibein dient gleichzeitig als Drahtschere. Alle Galil Modelle sind Gasdrucklader mit Drehzapfenverriegelung. Eine verstellbare Gasdüse wie bei dem FN FAL gibt es bei dieser Waffe nicht, sie reinigt sich sozusagen selbst. Die 6 Bohrungen des Gaskolbenrührungsringes läßt nur eine geringe Menge Gas nach hinten entweichen und reinigt damit die Verriegelungszapfen, Stoßboden und Zubringer. So können die Teile des Verschlußes verschmutzungsfrei arbeiten. Der Lauf besteht aus einer besonderen Stahllegierung, das Patronenlager ist hartverchromt. Die aus Stahl gefertigten Kurvenmagezine haben eine Kapazität von 35 oder 50 Schuß. Magazine für die 7,62 Patrone sind stangenförmig und können 25 Patronen aufnehmen. Der Magazinhalteknopf, der Spannhebel und der Feuerwahlhebel sind für Rechts- oder Linksschützen gut erreichbar. Die Dioptervisierung kann von 300m auf 500m, in 100m Schritten verstellt werden. Die Visierlinie beträgt allen Varianten 475 mm. Die Visierlinie des SAR in 7,62 mm ist 445 mm lang. Zusätzlich können Zielfernrohren montiert werden.
Die Waffen erlauben das Abschießen von verschiedenen Gewehrgranaten. Dafür wurde ein spezielles Magazin mit 12 Treibladungspatronen einwickelt. Sogenannte Flachbahngranaten werden gegen gepanzerte und lebende Ziele eingesetzt. Die Steilbahngranaten dienen z.B. zur Gefechtsfeldbeleuchtung. Natürlich kann auch ein Bajonetts aufgepflanzt, sowie Platzpatronen mit Hilfe eines Manöverpatronengerätes verschoßen werden.
Das Galil wurden nicht nur aus Teilen der Kalaschnikow hergestellt, es gingen auch Teile aus anderen Waffen in die Entwicklung über. Die Schulterstütze von dem FN FAL, der Lauf vom M16 A1 und die Visiereinrichtung von dem finnischen Valmet 62. Ingesamt besteht ein Galil Gewehr aus 104 Bauteilen und 6 Baugruppen - dieses kann soweit ohne Werkzeug auseinandergenommen werden.
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