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G3 Seite 2

 

G3 A3
G3 A2 Bundeswehr

 

Geschichte
Die Geschichte des G3 beginnt bei den CETME Gewehren. Um den weiteren Text besser verstehen zu können, sollte die Waffeninfo über das CETME Gewehr vorher gelesen werden.
Seit Deutschland dem Nordatlantischen Bündnis (Nato) und der Westeuropäischen Verteidigungsunion angehörte und die Alliierten der BRD wieder erlaubte eine eigene Verteidigungsarmee aufzustellen, suchten die Deutschen nach einer eigenen Waffe. Ab 1955 zogen die ersten Freiwilligen in die Kaserne nach Andernach ein. Anfangs nutzen sie noch Karabiner wie M1 Garand und Enfield No.4.
Da es zu dieser Zeit noch keine eigenen Rüstungsfirmen gab, waren die Deutschen gezwungen im Ausland einzukaufen. Als einzige Firma, die rund 100000 Stück liefern konnte war Belgien mit ihrem "FN FAL", das die BRD als "G1" einführte. Doch es wurden auch andere Waffen getestet: Das SIG "Sturmgewehr 57 " unter der Bezeichnung "G2", und das Amerikanische "AR 10" unter dem Namen "G4", das CETME Gewehr lief unter dem Namen "G3".
Im Mai 1955 fing Heckler und Koch an das G3 herzustellen. Einige Änderungen wollten die deutschen Militärs, die modifizierten Modelle lieferte HK mit der nächsten Bauserie. Doch die Firma Rheinmetall klagte gegen CETME und HK, um die Produktion des G3 zu stoppen. Rheinmetall besaß noch Patente vom MG 42. Auch die des Rollenverschlußes zählte dazu.
1958 bekam die niederländische Firma "Nederland Wapens & Munitiefabrik de Kruithoorn BV" (NWM) in Hertogenbosch eine Herstellungslizenz für das CETME Gewehr. Diese Firma wurde dann von "Industrie-Werken Karlsruhe" aufgekauft, womit dann die Generallizenz nach Deutschland überging.
Währendessen wurde bei HK unter Leitung Theodor Koch und Alex Seidel das G3 verbessert. In dieser Zeit entwickelten sie ein G3 bei dem der Kolben eingeschoben werden kann. Heute besser bekannt als Modell A4.

 

CETME Modell B
CETME Modell B

 

Einführung
Im Jahr 1959 erklärte die Bundeswehr das G3 zur neuen Standardwaffe. Obwohl das FN FAL eine ausgezeichnete Waffe war und schon damals Nato Munition verschoß, gab es gute Gründe es durch das G3 zu ersetzten. Ein Gewehr das im Inland hergestellt wird, macht ein Land unabhängig und gibt ihm die Möglichkeit es zu exportieren. Die Belgier erlaubten der Bundesrepublik Deutschland nicht das FAL in Lizenz herzustellen. Außerdem war ein FAL groß und schwer und in der Herstellung teurer und aufwendiger als ein G3. Die Herstellung von einem G1 (FAL) benötigte 24 Kilogramm Material und 24 Arbeitsstunden, das des G3 10 kg und rund zwölf Stunden Arbeitszeit.

 

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