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Browning Automatic Rifle BAR / Seite 3

 

BAR 1918A2
BAR 1918A2

 

M 1918 A2 Technik und Ausstattung
Erst kurz vor dem Eintritt der USA in den 2. Weltkrieg erschien das letzte Modell M 1918 A2. Wichtigste Änderung war die Dauerfeuerkontrolle. Anstelle der Einzelfeuereinrichtung bekam das BAR die Einstellmöglichkeit auf eine niedrige Kadenz von nur 350 Schuß / Minute. Damit konnte der Schütze die Waffe viel besser kontrollieren, jedoch erforderte das Abgeben von einzelnen Schüssen ein wenig Übung. Die andere Dauerfeuerstufe blieb bei ca. 550 Schuß / Minute. Ansonsten wurde das Zweibein direkt an der Mündung montiert, es ließ sich anklappen und höhenverstellen. Die abklappbare Schulterklappe entfiel bei diesem Modell, da diese im Einsatz schnell verloren ging.
Der Gasauslaß konnte je nach Lage in 3 verschiedene Stellungen eingestellt werden. Die größte Öffnung verwendete man bei größerer Verschmutzung und sehr niedrigen Außentemperaturen, allerdings konnte die Kadenz bei gereinigter Waffe sich auf 700 Schuß / Minute steigen.
Auseinandernehmen ließ sich die Waffe mit Hilfe einer Patrone als Werkzeug. Der Magazinwechsel gestaltet sich ein bißchen schwierig, mit dem Daumen der einen Hand muß der Knopf vorn im Abzugsbügel gedrückt werden, mit der anderen Hand das Magazin herausgezogen werden. Die Position des Knopfes soll das unbeabsichtige Auslösen des Abzuges verhindern. In der Praxis war der Magazinwechsel allerdings sehr umständlich, weil der Schütze beide Hände benötigte und z.B. mit dicken Handschuhen der Knopf schlecht zu erreichbar war. Trotz aller Mängel war das BAR bei den Soldaten sehr beliebt, genau wie heute. Ungefähr 10000 US Dollar muß ein Sammler für ein frühes M 1918 Modell hinlegen.
Der Gasdrucklader mit Kniegelenkverschluß und Puffersystem fing viel des Rückstoßes auf, so daß die Waffe trotz der starken .30-06 Patrone ziemlich weich schoß. Es handelt sich dabei um eine zuschießende Waffe, das heißt die Waffe schießt mit zurückgespannten Verschluß.
Verschiedene Modelle wurden im Koreakrieg und im Vietnamkrieg bis Anfang der 60er Jahre verwendet. Es gab sogar Versuche das BAR auf die Patrone 7,62x51 mm oder .308 Winchester umzurüsten, wurden dann eingestellt als das M60 eingeführt wurde. Colt stellte für die Polizei BAR Modelle mit kürzerem Lauf her, die ebenfalls bis in die 60er verwendet wurden. Als Rüstungshilfe schickte die USA nach dem 2. WK einige Tausend Stück nach Frankreich und der Türkei. Es diente sogar als Erstausrüstung für die Bundeswehr in den Jahren 1955/56.
Nach dem 1. Weltkrieg bauten die Schweden die Waffe als M1921 nach. Kurze Zeit später fing auch Belgiens Firma Fabrique Nationale (FN) mit dem Lizenzbau der "M 30" an. Diese mit Kühlrippen versehende Waffe bekam einen Pistolengriff und eine Kadenzverstellung. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Waffe als Modell D weiterentwickelt und mit einem Laufwechselsystem und vereinfachten Systemgehäuse ausgestattet.
Von dem Modell M 1918 A2 wurden ungefähr 380000 Stück hergestellt. Die anderen Modelle wurden auf A2 Stand umgerüstet, so daß einige Modelle die abklappbare Schulterklappe besitzen.
Im Prinzip kann das BAR keiner Waffengattung zu geordnet werden. Als Sturmgewehr ist es zu schwer gebaut und als MG zu schwach und mit einer Magazinkapazität von 20 Schuß mager ausgestattet. Man könnte es in die Kategorie der leichten MGs (LMG) zuordnen.

 

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